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- Blut spenden kann jeder Gesunde im Alter von 18 - 68 Jahren -

 

Warum muss man überhaupt Blut spenden?

Es gibt kein "künstliches Blut". Somit ist Blut durch absolut nichts zu ersetzen. Das lebenswichtige Blut mit seinen absolut vielfältigen Funktionen kann einzig und allein der Körper selbst bilden. Daher sind Menschen, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden so wichtig.

 

Schadet Blutspenden denn nicht der eigenen Gesundheit?

Ein Blutspender wird sogar sagen: "Im Gegenteil!" Der Verlust des Blutes kann vom Organismus spielend leicht wieder ausgeglichen werden, da die Menge des gespendeten Saftes im Verhältnis zur Gesamtblutmenge nur sehr gering ist. Die weißen Blutkörperchen und das sogenannte Plasma sind sogar innerhalb eines Tages wieder "ersetzt". Und auch wenn es bei den roten Blutkörperchen ein bisschen länger dauert ist ihre Leistungsfähigkeit zu keiner Zeit beeinträchtigt.

 

Was habe ich davon, Blut zu spenden?

Zunächst erfahren Sie durch die Untersuchungen im Blutspendeinstitut ihre Blutgruppe und den dazugehörigen Rhesusfaktor. Und auch sonst erfahren sie noch jede Menge über ihr Blut.

Es durchläuft nämlich umfangreiche Laboruntersuchungen:

 

Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können. Getestet wird außerdem, ob die Geschlechtskrankheit Syphilis vorliegt

Oder eine entzündliche Lebererkrankung bzw. eine vorübergehende Leberfunktionsstörung.

Ein weiterer wichtiger Test ist die Untersuchung auf Antikörper gegen die Erreger der Immunschwäche AIDS (HIV). Sollten die Ergebnisse der Untersuchungen in irgendeiner

Art und Weise von der Norm abweichen, werden sie sofort von ihrem Hausarzt informiert.

 

Ich komme freiwillig Blut spenden.

Warum werden mir noch so viele Fragen gestellt?

Weil der Arzt nur so erkennen kann, ob für Spender oder Empfänger ein Risiko entsteht. Haben sie sich zum Beispiel während einer Tropenreise in den letzten 6 Monaten mit Malaria infiziert, kann dies zwar noch viele Monate unerkannt bleiben aber trotzdem das Blut des Empfängers infizieren.

Auch ein unerkannter Herzinfarkt, der Jahre zurückliegt kann Ursache für einen Zwischenfall bei der Spende sein. Daher ist es auch so wichtig, die Fragen des Arztes offen und ehrlich zu beantworten.

 

Warum bezahlt das Rote Kreuz (im Gegensatz zu Krankenhäusern) kein Geld?

Das Rote Kreuz sieht Blut nicht als Handelsware. Blutspenden ist eine Hilfe basierend auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen finanziellen Nutzen ziehen soll. Die Blutspendedienste des Roten Kreuzes arbeiten weltweit auf der Grundlage ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Niemand soll aus finanzieller Not heraus zur Blutspende gehen.

 

Man hört aber immer wieder, dass am Blut verdient wird.

Stimmt das?

Nein!!! Die Blutspendedienste arbeiten rein nach dem Kostendeckungsprinzip. Kosten die durch die Blutspende tatsächlich anfallen, werden den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt. Kein Cent mehr oder weniger. Diese Kosten setzen sich unter anderem zusammen aus: Blutentnahme, Blutaufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung, Entwicklung, Personalkosten, Materialkosten. Der Blutspendedienst West hat auch den Status einer gGmbH und darf dementsprechend satzungsgemäß keine Gewinne erzielen.

 

Wir befinden uns im Zeitalter von AIDS.

Kann man sich beim Blutspenden infizieren?

Nein!!!. Für den Spender besteht keinerlei Ansteckungsgefahr.

Alle verwendeten Geräte und Materialien sind steril und werden nur einmal benutzt.

 

Aber ein Restrisiko besteht für den Empfänger doch immer noch?

In Deutschland ist das Restrisiko Gott sei Dank sehr klein. Eine absolute Sicherheit gibt es

leider nicht, da es bei jeder Krankheit eine sogenannte "diagnostische Lücke" gibt. Damit wird der Zeitraum bezeichnet der zwischen der frischen Ansteckung und der Nachweisbarkeit von Erregern und Antikörpern im Labor liegt. Bei HIV-Infektionen liegt diese Lücke z.B. bei durchschnittlich 65 Tagen.

 

Ach ja, um Zahlen zu nennen: In Deutschland liegt das Risiko einer Infizierung durch Blutübertragung bei 1:1000000. Das bedeutet, dass bei Anwendungen von 4 bis 5 Millionen Blutpräparaten pro Jahr mit 4 bis 5 unvermeidbaren Infektionen zu rechnen ist. Im Verhältnis zu vielen anderen Risiken im täglichen Leben ist das Restrisiko sehr also sehr klein.